Durchlauferhitzer installieren
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von Immobilienmakler Mühlacker
Wer in seinem Badezimmer oder seiner Küche auf eine effiziente und platzsparende Warmwasserversorgung setzt, kommt an einem Durchlauferhitzer kaum vorbei. Doch bevor das Gerät zuverlässig warmes Wasser liefert, muss es fachgerecht eingebaut werden. Die Installation eines Durchlauferhitzers ist kein besonders kompliziertes Projekt – sie erfordert aber ein solides Grundverständnis von Sanitär- und Elektroinstallationen sowie die Kenntnis einiger wichtiger Vorschriften. In diesem Artikel erfährst Du, worauf es bei der Installation ankommt, welche Gerätetypen es gibt und wann Du unbedingt einen Fachbetrieb hinzuziehen solltest.
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Warum ein Durchlauferhitzer? Vorteile im Überblick
Bevor wir uns der eigentlichen Installation widmen, lohnt ein kurzer Blick auf die Vorzüge dieser Technologie. Ein Durchlauferhitzer erhitzt Wasser nicht auf Vorrat, sondern immer genau dann, wenn es benötigt wird. Das spart Energie und Platz, denn ein großer Warmwasserspeicher entfällt. Besonders in kleinen Badezimmern oder Gäste-WCs ist das ein echter Vorteil. Wer sich für die Hintergründe zur Energieeffizienz dieser Geräte interessiert, findet in unserem Artikel Effiziente Lösung für warmes Wasser weiterführende Informationen dazu.
Die verschiedenen Typen von Durchlauferhitzern
Für die Installation ist es entscheidend, zunächst den richtigen Gerätetyp auszuwählen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen elektrischen Durchlauferhitzern und gasbetriebenen Geräten. Elektrische Durchlauferhitzer sind in der Anschaffung günstiger und einfacher zu installieren, benötigen jedoch einen ausreichend dimensionierten Stromanschluss – oft eine 400-Volt-Drehstromleitung. Gas-Durchlauferhitzer hingegen sind im laufenden Betrieb häufig günstiger, erfordern aber einen Gasanschluss sowie einen geeigneten Abgaskanal und dürfen ausschließlich von einem zugelassenen Fachbetrieb installiert werden.
Innerhalb der elektrischen Geräte gibt es zusätzlich eine Unterscheidung zwischen Druckgeräten und drucklosen Durchlauferhitzern. Druckfeste Modelle können mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgen, während drucklose Geräte jeweils nur eine Zapfstelle bedienen und in der Regel einen speziellen Niederdruck-Armatur benötigen. Diese Unterscheidung ist bei der Planung der Installation besonders wichtig, denn ein falscher Anschluss kann zu Schäden am Gerät oder sogar zu Sicherheitsrisiken führen.
Durchlauferhitzer installieren: Schritt für Schritt
Die Installation eines elektrischen Durchlauferhitzers beginnt mit der sorgfältigen Planung. Zunächst solltest Du prüfen, ob die vorhandenen elektrischen Leitungen für das Gerät ausgelegt sind. Die meisten leistungsstarken Modelle mit 18 bis 27 Kilowatt benötigen eine eigene Zuleitung mit ausreichendem Querschnitt sowie einen passenden Sicherungsautomaten im Verteilerkasten. Diese Arbeiten am Stromkreis dürfen in Deutschland nur von einer zugelassenen Elektrofachkraft durchgeführt werden – das ist keine Empfehlung, sondern gesetzliche Vorschrift.
Auf der Wasserseite gestaltet sich die Installation zugänglicher. Zuerst wird die Wasserzufuhr an der entsprechenden Entnahmestelle unterbrochen. Danach werden die vorhandenen Wasserleitungen – in der Regel Kalt- und Warmwasserleitung – mit dem Gerät verbunden. Bei der Montage solltest Du darauf achten, dass alle Dichtungen korrekt sitzen, um spätere Wasserschäden zu vermeiden. Viele Durchlauferhitzer werden wandmontiert geliefert und bringen entsprechende Befestigungsmaterialien mit. Achte darauf, das Gerät stabil und möglichst nahe an der Zapfstelle zu montieren, um Wärmeverluste in langen Leitungswegen zu minimieren.
Sobald die Wasserleitungen angeschlossen sind, wird der elektrische Anschluss hergestellt. Hier gilt: Wenn Du kein ausgebildeter Elektrofachmann bist, übergib diesen Schritt bitte einem Fachbetrieb. Nach dem Anschluss wird die Wasserversorgung wieder geöffnet, das Gerät auf Dichtheit geprüft und in Betrieb genommen. Viele moderne Durchlauferhitzer verfügen über eine elektronische Temperaturregelung, die Du direkt am Gerät oder per App einstellen kannst.
Typische Fehler bei der Installation eines Durchlauferhitzers vermeiden
Einer der häufigsten Fehler bei der Installation eines Durchlauferhitzers ist die falsche Dimensionierung. Wer ein zu schwach dimensioniertes Gerät kauft, wird schnell feststellen, dass das Wasser beim Duschen nicht warm genug wird. Als Faustregel gilt: Für eine einzelne Zapfstelle wie ein Waschbecken reichen 3,5 bis 5 Kilowatt, für eine Dusche sollten es mindestens 18 Kilowatt sein. Für Badewannen oder mehrere gleichzeitig genutzte Zapfstellen sind entsprechend leistungsstärkere Modelle nötig.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwendung ungeeigneter Armaturen. Wie bereits erwähnt, benötigen drucklose Geräte spezielle Niederdruck-Armaturen. Wer hier eine normale Armatur anschließt, riskiert Fehlfunktionen oder sogar Wasserschäden. Lies daher die Montageanleitung des Herstellers immer sorgfältig, bevor Du mit der Installation beginnst.
Wann muss ein Fachmann den Durchlauferhitzer installieren?
Diese Frage lässt sich klar beantworten: Immer dann, wenn es um Arbeiten an der Elektrik oder am Gasnetz geht, ist ein zugelassener Fachbetrieb Pflicht. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass Anschlussarbeiten an Strom- und Gasleitungen nur von konzessionierten Unternehmen vorgenommen werden dürfen. Verstöße können nicht nur gefährlich sein, sie können auch den Versicherungsschutz gefährden. Für die rein wasserseitige Montage hingegen – also das Anschließen der Kaltwasserzufuhr und der Warmwasserleitung – ist in vielen Fällen auch ein handwerklich geschickter Heimwerker geeignet, sofern keine Eingriffe in das Trinkwassernetz nötig sind, die einer Fachkenntnis bedürfen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein **Durchlauferhitzer** richtig zu installieren bedeutet vor allem, die technischen Anforderungen des Geräts zu kennen, die passende Leistungsklasse zu wählen und bei allen sicherheitsrelevanten Arbeiten auf einen qualifizierten Fachbetrieb zu setzen. Wer das beherzigt, profitiert dauerhaft von komfortablem, energieeffizientem Warmwasser – genau dort, wo es gebraucht wird.
+ Kann ich einen Durchlauferhitzer selbst installieren oder brauche ich einen Fachmann?
Die Installation eines Durchlauferhitzers darfst du nur teilweise selbst durchführen. Die wasserseitigen Anschlüsse – also das Verbinden der Kaltwasser- und Warmwasserleitungen – kannst du als geschickter Heimwerker übernehmen, sofern du mit Sanitärwerkzeugen und Dichtungsmaterial umgehen kannst.
Die elektrischen Anschlussarbeiten müssen zwingend von einer zugelassenen Elektrofachkraft durchgeführt werden – das ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Die meisten elektrischen Durchlauferhitzer benötigen einen 400-Volt-Drehstromanschluss mit eigenem Sicherungsautomaten, was spezielle Fachkenntnisse erfordert.
Bei Gas-Durchlauferhitzern gilt sogar: Die komplette Installation muss von einem zugelassenen Fachbetrieb erfolgen, da hier zusätzlich Gasanschlüsse und Abgasleitungen involviert sind. Verstöße gegen diese Regelungen gefährden nicht nur deine Sicherheit, sondern auch deinen Versicherungsschutz im Schadensfall.
+ Welche Leistung sollte mein Durchlauferhitzer haben?
Die richtige Leistung hängt davon ab, wo und wofür du den Durchlauferhitzer nutzen möchtest:
- 3,5 bis 5 kW: Ausreichend für ein einzelnes Waschbecken oder eine Gästetoilette – ideal sind hier Klein-Durchlauferhitzer
- 18 bis 21 kW: Standard für eine Dusche mit komfortabler Warmwasserversorgung
- 24 bis 27 kW: Empfehlenswert für Badewannen oder wenn mehrere Zapfstellen gleichzeitig genutzt werden
Ein zu schwach dimensioniertes Gerät wird das Wasser nicht ausreichend erwärmen können, besonders bei niedrigen Kaltwassertemperaturen im Winter. Moderne elektronische Durchlauferhitzer mit präziser Temperaturregelung sind dabei effizienter als hydraulische Modelle.
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Beachte: Leistungsstärkere Geräte benötigen einen entsprechend ausgelegten Stromanschluss. Prüfe vor dem Kauf mit einem Multimeter oder durch einen Elektriker, ob deine Hausinstallation die gewünschte Leistung bereitstellen kann.
+ Was ist der Unterschied zwischen druckfesten und drucklosen Durchlauferhitzern?
Druckfeste Durchlauferhitzer werden direkt in die Hauptwasserleitung eingebunden und können mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgen. Sie arbeiten mit dem normalen Leitungsdruck und benötigen Standard-Armaturen. Diese druckfesten Modelle sind die erste Wahl für zentrale Warmwasserversorgung in Bad und Küche.
Drucklose Durchlauferhitzer hingegen sind nur für eine einzelne Zapfstelle konzipiert und benötigen zwingend spezielle Niederdruck-Armaturen. Diese Geräte stehen nicht unter Leitungsdruck – das Wasser fließt drucklos durch sie hindurch. Sie eignen sich perfekt für nachträgliche Installation an einzelnen Waschbecken.
Wichtig: Die Verwendung einer falschen Armatur kann zu erheblichen Schäden führen! Ein druckloses Gerät mit normaler Armatur würde durch den Druck zerstört werden. Achte beim Kauf darauf, dass du die passende Armatur und entsprechende Anschlussleitungen verwendest.
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+ Wie viel kostet die Installation eines Durchlauferhitzers?
Die Installationskosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen und variieren je nach Aufwand:
Elektrische Durchlauferhitzer:
- Gerätepreis: 150–800 Euro (je nach Leistung und Ausstattung)
- Elektriker für Anschluss: 150–400 Euro
- Wasserseitige Installation (falls Fachbetrieb): 100–250 Euro
- Ggf. neue Leitung vom Verteiler: 200–600 Euro zusätzlich
Gas-Durchlauferhitzer:
- Gerätepreis: 300–1.500 Euro
- Installation komplett vom Fachbetrieb: 500–1.200 Euro
- Ggf. Abgasanlage: 300–800 Euro zusätzlich
Wenn du handwerklich geschickt bist, kannst du bei elektrischen Durchlauferhitzern die wasserseitige Montage selbst übernehmen und benötigst nur Rohrverbinder, Dichtungsband und das passende Werkzeug. Der elektrische Anschluss muss aber zwingend vom Elektriker erfolgen.
+ Wo sollte ich den Durchlauferhitzer am besten montieren?
Der ideale Montageort für deinen Durchlauferhitzer sollte möglichst nah an der Zapfstelle liegen – das minimiert Wärmeverluste und sorgt für schnellere Warmwasserbereitstellung. Hier einige wichtige Punkte:
Optimale Position:
- Direkt unter oder neben dem Waschbecken bzw. in der Dusche
- Maximal 3–5 Meter Leitungsweg zur Entnahmestelle
- An einer tragfähigen Wand, die das Gerätegewicht (inkl. Wasser) trägt
- Zugänglich für Wartung und Bedienung
Zu beachten: Der Montageort muss ausreichend belüftet und vor Spritzwasser geschützt sein. Viele Badezimmer-Durchlauferhitzer haben zwar Spritzwasserschutz (IP25), sollten aber nicht direkt im Duschbereich hängen.
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Für die Wandmontage benötigst du passendes Befestigungsmaterial – bei Rigipswänden sind spezielle Hohlraumdübel erforderlich. Eine Wasserwaage hilft dir, das Gerät perfekt auszurichten.
+ Wie viel Strom verbraucht ein Durchlauferhitzer?
Der Stromverbrauch eines Durchlauferhitzers ist nur vom tatsächlichen Warmwasserverbrauch abhängig, da das Wasser nicht auf Vorrat erhitzt wird. Ein 21-kW-Gerät verbraucht nur dann 21 kW, wenn tatsächlich Wasser durchfließt.
Typische Verbrauchswerte:
- Händewaschen (30 Sekunden): ca. 0,15 kWh (ca. 5 Cent)
- Duschen (10 Minuten): ca. 3,5 kWh (ca. 1,20 Euro bei 35 Cent/kWh)
- Baden (Vollbad): ca. 5–7 kWh (ca. 1,75–2,45 Euro)
Im Vergleich zu einem Warmwasserspeicher sparen moderne elektronische Durchlauferhitzer bis zu 30% Energie, da keine Bereitschaftsverluste entstehen.
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Spartipp: Nutze Wasserspar-Duschköpfe und Durchflussbegrenzer, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Ein Energiekostenmessgerät hilft dir, deinen tatsächlichen Verbrauch zu überwachen.
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+ Welches Werkzeug brauche ich für die Installation eines Durchlauferhitzers?
Für die wasserseitige Installation eines Durchlauferhitzers benötigst du grundlegendes Sanitärwerkzeug. Die elektrischen Arbeiten überlässt du dem Fachmann, daher konzentrieren wir uns hier auf die Wasseranschlüsse:
Unverzichtbares Werkzeug:
Benötigtes Material:
Ein Eimer und Lappen sind praktisch, um Restwasser aufzufangen.
+ Wie lange hält ein Durchlauferhitzer?
Die Lebensdauer eines Durchlauferhitzers liegt bei durchschnittlich 15 bis 20 Jahren, vorausgesetzt er wird ordnungsgemäß installiert und regelmäßig gewartet. Hochwertige Markengeräte mit elektronischer Steuerung halten oft noch länger.
Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen:
- Wasserhärte: In Regionen mit hartem Wasser können Kalkablagerungen die Lebensdauer verkürzen. Wasserenthärtungsanlagen oder Kalkschutzfilter helfen
- Wartung: Regelmäßige Entkalkung mit speziellem Entkalker verlängert die Nutzungsdauer
- Nutzungsintensität: Je häufiger genutzt, desto mehr Verschleiß
- Qualität: Günstige Geräte unter 150 Euro halten oft nur 8–10 Jahre
Wartungstipp: Lasse alle 2–3 Jahre eine Inspektion durch einen Fachbetrieb durchführen. Moderne Geräte mit Fehlermeldungen am Display zeigen rechtzeitig an, wenn Wartung nötig ist. Ein Druckminderer schützt das Gerät vor zu hohem Wasserdruck.
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+ Ist ein Durchlauferhitzer besser als ein Boiler?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – beide Systeme haben spezifische Vor- und Nachteile, die von deiner Wohnsituation abhängen:
Vorteile Durchlauferhitzer:
- Unbegrenzt warmes Wasser verfügbar
- Kein Energieverlust durch Speicherung
- Platzsparend – ideal für kleine Bäder
- Keine Legionellengefahr
Vorteile Boiler/Warmwasserspeicher:
- Geringere Anschlussleistung nötig
- Mehrere Zapfstellen gleichzeitig möglich (bei kleinen Durchlauferhitzern eingeschränkt)
- Oft günstiger in der Anschaffung
Für moderne Haushalte mit begrenztem Platz sind elektronische Durchlauferhitzer meist die bessere Wahl. In Altbauten ohne Starkstromanschluss können kleine Warmwasserspeicher praktischer sein.
Kompromisslösung: Mini-Durchlauferhitzer für einzelne Zapfstellen kombiniert mit zentraler Warmwasserversorgung. Nutze einen Stromverbrauchsrechner, um die Betriebskosten zu vergleichen.
+ Muss ich meinen Durchlauferhitzer regelmäßig entkalken?
Ja, regelmäßige Entkalkung verlängert die Lebensdauer deines Durchlauferhitzers erheblich und erhält seine Effizienz. Die Häufigkeit hängt stark von deiner lokalen Wasserhärte ab.
Empfohlene Entkalkungsintervalle:
- Hartes Wasser (>14°dH): Alle 1–2 Jahre
- Mittlere Härte (8–14°dH): Alle 2–3 Jahre
- Weiches Wasser (<8°dH): Alle 3–5 Jahre
Anzeichen für notwendige Entkalkung:
- Sinkende Wassertemperatur trotz gleicher Einstellung
- Verlängerte Aufheizzeit
- Ungewöhnliche Geräusche während des Betriebs
- Erhöhter Stromverbrauch
Für die Entkalkung eignen sich spezielle Entkalker für Durchlauferhitzer. Alternativ kannst du präventiv einen Kalk-Wasserfilter vorschalten. Teste deine Wasserhärte mit Wasserhärte-Teststreifen, um das optimale Wartungsintervall zu bestimmen. Bei der Entkalkung helfen dir spezielle Reinigungspumpen.